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Studieren ist knorke

Du hast Abi fertig und weißt nicht, was du tun sollst?
Dann geh studieren!
Studieren macht Spaß

Montags morgens verpasst man vorsätzlich erst einmal den Bus, damit man einen Sitzplatz bekommt (im Bus) und noch in Ruhe ein Brötchen essen kann. Es ist egal, dass man zu spät kommt! Easy |D
Dann muss man sich nicht einmal mündlich beteiligen. Bei Sachen wie Mathe muss man vielleicht 1-2 mal im Semester an der Tafel etwas vorrechnen, wenn man Mathe als Nebenfach hat.
Aber hey, easy!
Schau lieber mal neben dich zu dem Chemiker, der da sitzt und sich seine gelbe mit Salpetersäure verätzten Finger abpellt. Oder schau hinter dich, wo gerade zwei Typen herumkichern, die Hangman mit "lustigen" Worten wie "Hodenmumps" spielen.
Das interessiert dich alles nicht? Dann hol dein reichhaltig belegtes Wurstbrot heraus und iss erstmal ne Runde. Keiner wird dir das übel nehmen, niemand wird meckern oder dich auffordern, das Essen zu unterlassen, solange du weder schmatzt noch rülpst.
Mal wieder eine Vorlesung zu langweilig? Spiel Papierbällchen Präzisionswerfen mit dem Mülleimer, der neben dem Professor steht. Oder bau Papierflieger. Oder spiel Karten mit deinen Sitznachbarn. Stricke, zeichne, schreibe dein Physikprotokoll oder surfe mit deinem Laptop und erzähle deinen Freunden, wie langweilig es gerade ist.

Auch Chemie studieren macht Spaß. Lass doch einfach mal die Flasche mit Wasserstoffperoxid fallen. Und dann ausversehen die mit Kaliumpermanganat, aber vorsichtig dabei, dass dich die Stichflamme nicht erwischt.
Du kannst auch Schwefelsäure erhitzen und konzentrierte Lauge hineinkippen. BOMM! Aber die Schäden am Glas, das du gerade gesprengt hast, musst du selber zahlen. Mit 38 cent pro Reagenzglas ist das aber nicht weiter tragisch.
Werfe ein Stück Kupfer in konzentrierte Salpetersäure und gehe ans andere Ende des Raumes. Freue dich daran, dass die Leute plötzlich panisch schreien, dass braunes Gas entsteht und es fürchterlich blubbert!
Oder gebe Ammoniumsulfid in eine starke Säure ohne Abzug. Hmm, so ein frischer Duft von gekochten Eiern, der plötzlich in der Luft liegt, leicht und bekömmlich! Wo sind denn die Mitstudenten hin? Jetzt hast du das Labor ganz für dich alleine

Jetzt oder nie! Geh studieren!
22.1.07 19:16


KOMMI!!!!

Schreibt mir doch eina ma KOMMIS! Ich will fiehle Kommis! Man, was soll denn das?! SCHREIBT MIR KOMMIS BIDDE!!! UND VIELE!!!11elf

Und ich will ganz viele einsen! Wehe eina gibt mir 2 oda schlechter, dann mit begrüntung!
KOMMIS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1111111111111111einseinself

SCHREIB
MIR
KOMMIS
!!!!!!!!!!!!!!!!!
8.12.06 23:05


Natronlauge

Hallo, nicht existenter Leser!
Ich hoffe, dich gibt es auch wirklich gar nicht. Weißt du, das Gekrakel hier drinne ist eigentlich nur Selbsttherapie. Genau so gut könnte ich es auch auf meinem Rechner erstellen und nie der Welt zeigen, aber dann müsste ich es als Datei verschicken, wenn ich es doch wollte.
Also darfst du, der nicht existiert, das hier nicht lesen. Moment, dann darfst du das ja lesen. Okay, nicht extistente Leser dürfens lesen.

Hätten wir das geklärt, kann ich ja mit meinem eigentlichen Thema anfangen. Natronlauge.
NaOH + H2O --> Na+ + OH- + H2O
Wie alt bekannt.
In der Versuchsanordnung hieß es "3 ml konz. Natronlauge zu dehydratasiertem Kupfersulfat geben". Also zu weißem Kupfersulfat. Das erwies sich jedoch als relativ schwierig, so langweilig leicht die Aufgabe auch klingt. Fangen wir mit der Platsikflasche der konzentrierten Natronlauge an. 32% nette Natronlauge schlummerten hier drinne und wahlich, sie hatten schon lange nicht mehr frische Luft schnuppern dürfen, denn das Gewinde der Flasche war über und über mit dem Feststoff davon voll.
Also Flasche in den Abzug, Handschuhe an und aufschrauben.
Knack knack... der halbe Abzug lag voll Spähne von dem Zeug. Bah, widerlich! Erst mal Abzug schrubben und drauf achten, dass nix an die Finger kommt.
Weiter im Text, die Flasche war inzwischen auch voller Pulver, also Flasche schrubben. War das getötigt, erst einmal umfüllen in ein Becherglas und mit der Pipette rein.
Ich entschied mich für eine sehr sehr schmale Enympipette, die sich als schrecklich unhandlich für die zähe Natronlauge erwies. Wobei ich oftmals danebenpödderte und mal wieder den Abzug und die inzwischen ausgezogenen Handschuhe dichtkleite, zudem ungemerkt das Reakgenzglas.
Und so musste es geschehen: Ich fasste das Glas an und MATSCH GLITSCH, sofort war die Lauge an meinen Fingern. Konzentrierte Natronlauge :D Hach, wie toll! Wie glitschig! Wie überflüssig!
Der Wasserhahn war für ein paar Minuten meines.

Es hat nicht weh getan, es hat keine Spuren hinterlassen, es hat nicht einmal meine Haus entfettet. Und es war 32%ige Natronlauge.
Im Chemieunterricht hingegen hatten wir mal 0,8%ige und das saubere Glas durfte ich vom Lehrer nicht ohne Handschuhe anfassen. Aha? Das hätte ich austrinken können!
Jaja, die Aufsichtspflicht.
Aber im Labor interessiert es keinen, wenn ich den gesamten Abzug mit Dreck vollschmiere, solange ich ihn danach wieder sauber mache. Ich kann auch blubbernd heiße Natronlauge köcheln, das würde ebenso niemanden jucken.
Im Abzug hat man sowieso Narrenfreiheit
Das Einzige, was ich nicht machen darf, ist Sprengstoff herstellen. Ansonsten ist alles erlaubt (natürlich auch keine Flusssäure).
Und wir haben entschieden zu wenig Kupfersulfat im Labor. Und zu viel Ammoniak. Und doofe Pipetten.
24.11.06 20:41


Öffentliche Verkehrsmittel

Sei gegrüßt, werter Leser!

Nicht jeder fährt täglich zwei mal Zug. So möchte ich doch einen Eindruck davon geben, wie schwierig es ist, mit dem Zug von A nach B zu kommen.
Ich benutze die Nordwestbahn von Sandkrug nach Oldenburg. Reguläre Fahrzeit 7 Minuten.
Im Anschluss nehme ich einen Bus, der 10 Minuten später kommt.

Hier die erste Kompikation: Der Zug hat gerne mal bis zu 13 Minuten Versprätung. Dann bekomme ich meinen Anschlussbus nicht mehr und muss den 15 minuten später nehmen. Folge: Ich komme 5-10 Minuten zu spät in die Vorlesung. Bei Pflichtveranstaltungen hat das schreckliche Folgen, dann darf ich nämlich gleich wieder gehen.

Zweite Komplikation: Zur Zeit hat die Nordwestbahn 4 (ja VIER) kaputte Wagen. Heißt, auch zu den Stoßzeiten fahren sie nur mit 2 Wagen. Da Sandkrug die letzte Haltestation vor Oldenburg ist, kommt der Zug schon voll an... Naja, und fährt übervoll wieder ab. Manchmal kommt man auch gar nicht mehr mit rein, dann muss man eine ganze Stunde warten und sein Glück erneut versuchen. Der Bus ist dann nämlich schon lange weggefahren.

Letztens hieß es: "Es ist kein Zustieg mehr möglich! Aber gegenüber des Bahnhofes haben wir einen Bus als Schienenersatzverkehr eingerichtet, bitte benutzen Sie diesen."
Gegenüber stand aber kein Bus. Und auch als wir warteten, kam keiner. Aber plötzlich kam der Zug, hielt sogar an und wir haben noch alle reingepasst. Äh ja, toll. Ansonsten hätte ich nach Hause fahren können. Wartezeit auf den Bus und Fahrzeit betragen zusammen bis zu 40 Minuten. Müsste dann nochmal weiter 20 Minuten mit dem nächsten Bus. Nicht akzeptabel. Schwein gehabt.

Am allerschlimmsten ist es immer Mittwochs um 7:20 bzw. 7:40 am Zob Oldenburg. Voll, voller, übervoll, Mittwoch.

Dann möchte ich nun auch vom Zug zum Bus umsteigen.
Um 7:40 kommt der letzte Bus am Zob (Und es heißt Zobb und nicht Zetohbeh!), der einen noch rechtzeitig zur Universität bringt. Da viele mit dem Zug fahren und nur noch diesen Bus erreichen können, ist der ganze Steig A immer proppevoll. Und was für ein Bus kommt um diese Zeit? Der Kleine. Und IMMER der Kleine. Eine Menge Ziharmonikabusse fahren leer herum, aber wir bekommen einen kleinen und passen nie alle hinein. Toll. Und wenn man dann zu spät kommt und den späteren Bus nimmt, der verdammt leer ist, DANN bekommt man den Ziharmonikabus Hachja, es ist so toll. Sitzplätze sind Mangelware, in der Bahn wie im Bus. Man muss schon gute Strategien haben. Und ne Portion Glück. Im Bus ist ein Stehplatz alles andere als gut wegen der starken Beschleunigung und Abbremsung.

Aber Studenten sind ja alle blöd und so. Die brauchen keine großen Busse und so. Außerdem haben sie ja dieses unverschämte Semesterticket und so. Die sollen gefälligst einzeln zahlen und so.
Aber ehrlich. 70 Euro pro Halbjahr ist doch viel zu wenig für son Ticket und so. Demnächst ist die Linie 306 ein Smart. Ich sehs schon kommen...
17.11.06 09:42


Cafeteria

Guten Tag meine Damen und Herren.
Heute möchte ich über die Cafeteria in Wechloy schreiben. Die Cafeteria ist ein kleiner Mensaersatz für Studenten der Naturwissenschaften und des Sportes. Sie hat weniger Auswahl als die große Mensa und ist teurer.

Zu Anfang bekommt man einen groben Eindruck: Es gibt viel Pommes und Kroketten.
Was schließen wir daraus? Naturwissenschaftler haben nicht viel mit Bewegung und körperlicher Fittness zu tun, müssen daher also auch nicht besonders gesund essen. Dieses Konzept fiel allerdings, als ich erfuhr, dass auch die Sportstudenten in Wechloy anwesend sind und dort ihr täglich Mahl einnehmen müssen.

Auffällig sind lauter Plakate, dass die Inhaltsstoffe besonders ökologischer Herkunft sind und mindestens 25 verschiedene Bio-Plaketten tragen, die sich langweilende Leute mal aus Spaß erfunden haben und jetzt als Qualitätsgarant auf alle möglichen Lebensmittel drücken. Kein Gesetz steht dahinter und definiert, was Bio eigentlich ist. Aber nundenn, vielleicht ist es der Wille, doch eine nette Auswahl an Lebensmitteln zu bieten, die nicht ganz so ungesund wie Pommes und Kroketten sind.
In der Mitte des Nahrungsmittelbeschaffungstresenganges steht eine Salattheke. Und hier zeigt sich zum ersten Mal das "Bio" in voller Breite: Ab und an zeigt sich nämlich ein Insekt oder insektenähnliches Hartschaltentier in der Theke.

Nun, warum ist das so? Wir haben doch einige Vegetarier und jeder weiß, dass vegetarisch leben nicht die gesündeste Art ist. So ist die Leitung der Cafetria besorgt darum und positioniert kleine Eiweißpakete im Salat, um den Studenten etwas Gutes zu tun.
Aber verdammt nochmal, ICH bin KEIN Vegetarier!
Und als Fahrrad- und Motorradfahrer esse ich nun wirklich genug Insekten in meinem Leben.

So. Sitzt man ein Weilchen an einem Tisch und beobachtet, was auf dem Speiseplan steht und was die Leute so raustragen, kommt man doch ins Nachdenken. Wo man eben noch einen Haufen Reis mit Tzaziki und ein nettes Stück Fleisch ergattert hat, trägt der Nächste Pommes mit Bratwurst raus. Aber das gab es doch eben noch gar nicht... Genau! Das ist das Krisenprogramm, wenn gerade nichts auf Lager ist. Oder wenn das noch dauert, dann erscheinen wie aus dem Nichts Pommesportionen mit Bratwurst. Nicht gerade kreativ, aber immerhin etwas.

Andererseits muss man dem Speiseplan auch nicht immer Glauben schenken. Oder den Köchen?
Beispiel:
Hähnchenkeule mit Pommes und Chilisoße.
So steht es auf dem Speiseplan. Auf meinem Teller fand sich dann allerdings durchaus eine Hähnchenkeule wieder, aber die Pommes waren sehr klotzig und dunkel und hatten neben der Kartoffelfüllung eine fluffige Frischkäsefüllung. Ich würde das ja als spezielle Käsekroketten betrachten. Pommes sind für mich lang, dünn und gelb.

Den Kaffeeautomaten lass ich jetzt einmal außen vor. Als ich ihn getestet hatte, waren 50% davon gerade defekt.

So, zu gut erletzt die Mottotafel. Hier kann jeder seinen Eindruck über das heutige Essen dieserschreiben.
- Mehr Gyros!
- Nie wieder Preiselbeercreme!
- Die Raupe in Gericht X war echt EKLIG!
- Mehr Fleisch (roh)!

Aha, Insekten finden sich also nicht nur in der Salattheke.
Hoffentlich gibt es bald Sojamilch zu kaufen. Wie bekannt sein dürfte, werden die Insekten, die zwischen den Sojabohnen herumlaufen, einfach mit verarbeitet. Natürlich ohne Chitinpanzer. Meine Sojamilch hat auch noch nie geknackt. Aber ohne die Viecher fehlt bestimmt die nötige Würze.

Nundenn! So ist es. Und so wird es auch bleiben, wenn es nicht anders wird.
12.11.06 10:41


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